Wir schreiben Samstag, den 8.8.2009. Etwa gegen 13:30Uhr treffen wir uns alle nach etwa drei Wochen gemeinsam wieder an der Kirche. Die Zeit ist gekommen, wir haben wieder einen Auftritt. Diesmal in der Reitbahn-Lounge, der Reitbahnstraße 84. Also auf den letzten Drücker noch ein Fahrzeug aufgetrieben (danke nochmals, wir wissen das zu schätzen), alles ins Auto, zwischen Staubsauger, Besen und Wischlappen gepackt und los ging es. Der Trick beim diesmaligen Fahrzeug war, dass man es etwa 10 Minuten lang erst mal warm werden lassen musste, weil es sonst sobald man vom gas ging verreckt ist. Aber als das Auto dann warm war, lief es reibungslos.


Nach und nach trudelten wir dann alle am Treffpunkt ein und betrachteten zunächst unseren Konzertraum mit Skepsis und anfänglichen Zweifeln gemeinsam mit unseren Kollegen von Thekla. Aber je mehr Zeit wir im Keller (da war unser Konzertraum) verbrachten um so zuversichtlicher wurden wir. Nur die rutschende Basedrum machte etwas Bedenken, aber das Problem wurde durch einen Besen, der davor geklemmt wurde, gelöst.


Zu Beginn gingen wir davon aus, es wird ein durchschnittlicher Auftritt, mit unseren treuesten Fans und einigen Interessenten, aber wir haben die Rechnung ohne die Freunde von Thekla gemacht. Etwa 20 bis 30 Leute füllten Abends den kleinen Raum, hatten keine Scheu einfach mal abzugehen und man sah ihnen an, dass alle zufrieden waren und einfach nur ihren Spaß hatten. Die Luftfeuchtigkeit von 100% schockte zwar Christian, weil er dachte, dass es seine Röhre im Verstärker zerhauen hat und auch seine Effekte wollten nicht mehr so recht, aber alles in allem trieb das die Stimmung nur noch mehr an, es war egal, wie Assi es sich angefühlt hat, das gehört einfach zum Rockerdasein dazu! Die Finger rutschen über die nassen Saiten, die Haare klebten im Gesicht, so fühlt sich ein gelungenes Konzert im kleinen Stil an. Nach unserem Auftritt war Equipment schnell wieder wegpacken angesagt und während der Pause zu Theklas Auftritt wurde dann ein Interview mit Matthias Zwarg, Journalist und Fotograf der Freien Presse, geführt.
Thekla lieferten einen wirklich überwältigenden Auftritt und saubere Technik mit geilen und tanzbaren Songs hin. Es kam dann nach den Auftritten zu vielen interessanten Unterhaltungen und Begegnungen mit bekannten Gesichtern und total chaotischen Kommunisten.
Als wir dann Nachts los fahren wollten, mussten wir unser gefährt erst einmal im Hof warm laufen lassen, nach 5 Minuten kam der Veranstalter des Abends aus der Lounge in den Hinterhof und fragte, ob er uns aus dem Hof schieben solle. Es wohnen ja auch noch andere Leute in dem Haus…